Donnerstag, 19. November 2015

7 Tage / 7 Songs

3/7 - Hatte ich gestern meinen Post noch mit der Aussicht auf "coolere" Mucke beendet, so muss ich das heute zwar nicht revidieren aber zumindest auf Freunde himbeersirupartiger, gehörgangverklebender Deutsch-Pop-Klänge reduzieren. Die folgende Band hat mein Leben tatsächlich wesentlich verändert und geprägt. Am verrücktesten jedoch ist, dass alle meine Freunde und viele liebe Menschen, die mich in den letzten 8 Jahren ein Stück des Weges begleitet haben, mit dieser Band untrennbar mit dieser verwoben wurden. Ich war mit jedem meiner Freunde auf einem Konzert dieser Band, einige wurden dank dieser Band überhaupt erst zu Freunden; ich habe die irrsinnigsten Roadtrips möglich gemacht und überhaupt und sowieo: Anajo!


Amerstdam, Mann!
Eigentlich fing alles ganz harmlos, genauer gesagt, mit einem Mixtape an, welches ich einer Freundin mit Liebeskummer zusammenstellte. Auf der Homepage des Bayrischen Rundfunks entdeckte ich einen Download. "Vorhang auf" -  das klang nach Neubeginn, das klang nach es-ist-deine-Bühne-also-rauf-da-und-alles-geben, das klang vor allem sehr mitreißend und sehr ehrlich. Da besagter Freundin tatsächlich dieser Song am besten gefiel, schenkte unsere Mädelsrunde ihr Karten für das Anajo-Konzert in Traunstein, welches genau auf ihren Geburtstag fiel. Von da an, war alles anders. Drei stark angeheiterte Ladies und ich sowie ein Haufen wildgewordener Chiemgauer und die Gebrüder Wendland in Extase. Von diesem Erlebnis aufgeputscht und geradezu süchtig nach dieser Konzert-Euphorie, wusste ich, ich müsste auf viel, viel, viel mehr Konzerte gehen. Und das tat ich von Stund an auch. Es ging dabei nicht nur um die Band oder das Live-Erlebnis an sich. Ich glaube, es ist das unterwegs sein, welches mich dabei immer wieder so glücklich gemacht hat. Mit Freunden im Auto  dem Horizont entgegen. Zigaretten, Musik, Gelächter. Es gab wirklich ziemlich abgefahrene Situationen, von Schneestürmen und Orkanen bis hin zu wirklich, wirklich bekloppten Langstrecken. Die Liste an Städten und Bands ist imens und mir schwirrt der Kopf beim tippen dieser Zeilen, denn die Schwemme an Erinnerungen macht glücklich und melancholisch zu gleich. Gute Zeiten waren das. Doch wer könnte seiner Jugend nachweinen, wenn immer eines gilt: the best is yet to come.



PS: Was lernen wir daraus? Genau! Man sollte viel mehr Mixtapes machen.
PPS: Leider hat Youtube "Vorhang auf" nicht im Angebot, daher ein anderer Klassiker aus dem reichhaltigen Angebot an Gassenhauern Marke Anajo.
PPPS: Danke an Björn Friedrich, der mich auf das auf VIMEO einsehbare Video aufmerksam gemacht hat. Thumbs up!



Anajo: Vorhang auf! (2004) from Markus Wustmann /98-05 on Vimeo.

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